Yan Maresz

Biographie

Der 1966 in Monaco geborene französische Komponist Yan Maresz studiert zunächst Klavier und Schlagzeug an der Musikakademie von Monte-Carlo. Schon früh entdeckt er den Jazz und erlernt autodidaktisch das Gitarrenspiel. 1983 wird er der einzige Schüler von John McLaughlin, und ab 1989 ist er dessen wichtigster Instrumentator und Arrangeur. Von 1984 bis 1986 studiert er Jazzmusik am Berklee College of Music in Boston und wendet sich allmählich der Komposition zu. 1986 erhält er ein Stipendium der Fondation Princesse Grace de Monaco und beginnt das Studium der Komposition bei David Diamond an der Juilliard School in New York, das er 1992 abschliesst. Parallel zur Komposition führt er eine Zeitlang seine Aktivitäten im Bereich der Jazzmusik weiter; so ist er insbesondere als Arrangeur und Gitarrist an John McLoughlins CDs The Promise, Time Remembered und Thieves & Poets beteiligt. 1993 lässt er sich in Paris nieder und besucht das Kursprogramm für Komposition und Musikelektronik am Ircam, wo er bei Tristan Murail studiert. Der Komponist erhielt verschiedene Preise und Auszeichnungen, unter anderem den 2. Preis des Kompositionswettbewerbs der Stadt Triest (1991) und den Prix Rossini der Académie des Beaux-Arts von Paris (1994). Im selben Jahr ist er Finalist beim Kompositionswettbewerb der Fondation Prince Pierre de Monaco sowie beim Wettbewerb Gaudeamus von Amsterdam. 1995 zeichnet ihn die Sacem mit dem Prix Hervé Dugardin aus, und sein Werk Metallics wird beim International Rostrum of Composers der Unesco ausgewählt. 2006 gewinnt er den Preis der Sacem für junge Komponisten. Er war Artist in Residence der Académie de France in der Villa Medici in Rom (1995 bis 1997), beim Europäischen Kolleg der Künste in Berlin (2004) und bei der Civitella Ranieri Foundation, Umbrien (2012). Yan Maresz erhielt Aufträge vom Orchestre de Paris, vom französischen Staat für die Orchester von Cannes und der Auvergne, von Mécénat Musical Société Générale für La Chambre philharmonique, von Radio France für das Philharmonie-Orchester von Radio France und für die London Sinfonietta, vom Festival d’Aix-en-Provence, vom Ensemble Intercontemporain, vom Ircam, vom Auditorium du Louvre, vom Festival Piano aux Jacobins, vom Festival Musica, vom Ensemble Les Ballets de Monte-Carlo, vom Kammerchor Accentus und vom Ensemble Les Percussions de Strasbourg. Seine Werke werden in Frankreich und im Ausland von zahlreichen Klangkörpern gespielt und immer wieder bei den grossen internationalen Festivals aufgeführt. Er gibt regelmässig Meisterklasse in Europa und am Pariser Ircam, wo er gegenwärtig mit einer Forschungsarbeit über die Orchestrierung beschäftigt ist und häufig Vorträge hält. 2003 und 2004 ist er Composer in Residence am Strassburger Konservatorium, und 2004/2005 lehrt er als Gastprofessor an der McGill University von Montreal. Von 2006 bis 2011 ist er Dozent für Komposition beim Kursprogramm für Komposition und Musikelektronik des Ircam. Maresz unterrichtet gegenwärtig Orchestrierung und Elektroakustik am Pariser Konservatorium sowie Elektroakustik am Konservatorium von Boulogne-Billancourt.

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