Orchestre de Chambre de Lausanne

Biographie

Das Orchestre de Chambre de Lausanne (OCL) hat sich stetig weiterentwickelt und ist heute eines der gefragtesten Orchester in Europa. Davon zeugt auch die 2015 erfolgte Berufung von Joshua Weilerstein, einem der vielversprechendsten Dirigenten der neuen Generation, an seine Spitze. Das OCL, mit seiner Formation vom Typ «Mannheim» (das heisst mit etwa vierzig Instrumentalisten), beherrscht ein breites Repertoire, das vom frühen Barock bis zu zeitgenössischen Werken reicht.

Das Orchester wurde sehr bald ins Ausland eingeladen und gastiert etwa im Théâtre des Champs-Élysées und bei den BBC Proms in London. Zu den jüngsten Auftritten gehören Konzerte im Mariinski-Theater in St. Petersburg, beim Rostropowitsch-Festival in Moskau, im Wiener Konzerthaus und in der Berliner Philharmonie. In der Saison 2018-2019 spielte das OCL an der Seite des Pianisten Chick Corea im Grand Teatre del Liceu in Barcelona und trat am Rostropowitsch-Festival von Baku, Aserbaidschan, auf. Seine Konzerte sind mit den Namen erstrangiger Solisten verbunden (Clara Haskil, Radu Lupu, Martha Argerich, Arthur Grumiaux, Paul Tortelier, Truls Mørk, Jean-Pierre Rampal, Emmanuel Pahud, Renaud Capuçon usw.), genauso wie mit den Namen der interessantesten Dirigenten unserer Zeit (Günter Wand, Christoph Eschenbach, Paul Hindemith, Ton Koopman, Jeffrey Tate, Bertrand de Billy usw.).

Die umfassende Diskografie des OCL reicht von der Gesamtaufnahme der Opern Haydns in den Jahren 1970-1980 unter der Leitung von Antal Dorati bis hin zu Beethovens Klavierkonzerten mit Christian Zacharias. Seine erste CD unter der Leitung von Joshua Weilerstein mit Werken von Stravinsky erschien im Frühjahr 2016. Das Orchester, das seinen Sitz in der Salle Métropole in Lausanne hat, gastiert regelmässig an der Lausanner Oper und ist ein beliebter Partner zahlreicher Institutionen der Region. Es ist ausserdem ein historischer Partner von RTS, in dessen Programm es seit seiner Gründung regelmässig vertreten ist.

Ein Klangkörper vom Format des OCL bedeutet auch eine starke Identität, die im Laufe der Jahre von einer kleinen Anzahl künstlerischer Leiter geprägt wurde: Victor Desarzens (Gründer, 1942-1973), Armin Jordan (1973-1985), Lawrence Foster (1985-1990), Jesús López Cobos (1990-2000), Christian Zacharias (2000-2013) und schliesslich Joshua Weilerstein (seit 2015), der bei seinem Amtsantritt erklärte, er wolle das Werk seiner Vorgänger weiterführen und das OCL mit einer Reihe kühner Programme gleichzeitig im 21. Jahrhundert verankern.

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